Stuttgarter Präventionsgespräche

Stuttgarter Präventionsgespräche

 

Die Stuttgarter Präventionsgespräche – das ist eine Gesprächsreihe, bei der Expertinnen und Experten und das pädagogische Fachpublikum aus Stuttgart und Umgebung unterschiedliche Aspekte im Themenfeld Extremismus und Radikalisierung diskutieren können. Zu jedem Termin laden wir einen Referenten oder eine Referentin ein, der oder die Einblick in die Perspektiven Ihres Fachgebiets und Implikationen für die pädagogische Praxis gibt. Gleichzeitig sollen die Präventionsgespräche aber auch ein Ort der Vernetzung und des Austauschs sein.

Die Veranstaltungsreihe findet in Kooperation mit dem Team meX der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und dem Hospitalhof Stuttgart statt.

Kontakt: weinig@insideoutnow.de

 

 

KOMMENDE VERANSTALTUNGEN

neue Termine ab Januar 2018

 

VERGANGENE TERMINE

#11 Making the Muslim
Wie wird ‚der Muslim‘ durch das reden über ihn hergestellt? In welche Lage bringt das (junge) Menschen? Antimuslimischer Rassismus und das Begreifen des Islams als das „ganz andere“ führen zu Polarisierungen, die als bedrohlich wahrgenommen werden und Zusammenleben erschweren.

Mit Prof. Dr. phil. Bettina Wuttig, Professorin für Soziale Arbeit an der Hochschule Heidelberg

Datum: 18.10.2017, 19:00 -21:00

#10 Antisemitismus unter Muslimen in Deutschland und Europa

Günther Jikeli berichtet von seiner Forschung, die Antisemitismus unter jungen Muslimen in Europa untersucht.

Datum: 21.06.2017, 19:00 – 21:00
Ort: Hospitalhof Stuttgart
Eintritt: Kostenfrei
Keine Anmeldung erforderlich

#9 Die Identitäre Bewegung

Wer ist die Identitäre Bewegung? Woher kommt sie? Was sind ihre Ziele und wie werden diese begründet? Anna Laiß gibt einen Einblick in Entstehung, Verbreitung nd Aktivitäten dieses Phänomens der extremen Rechten.

Datum: 22.03.2017, 19:00 – 21:00
Ort: Hospitalhof Stuttgart
Eintritt: Kostenfrei
Keine Anmeldung erforderlich

#8 Demokratie lernen mit Star Wars

„Star Wars“ bietet eine Fülle an Anschauungsmaterial, um die Zusammenhänge zwischen Demokratie und totalitären Systemen zu erklären. Über Einsatzsmöglichkeiten in politischer Bildung und pädagogischer Praxis spricht Aytekin Celik.

Datum: 25.01.2017, 19:00 – 21:00
Ort: Hospitalhof Stuttgart
Eintritt: Kostenlos
Keine Anmeldung erforderlich

#7 MUSLIME ALS PARTNER IN BADEN-WÜRTTEMBERG

Die Vielfältigkeit islamischer Vereinigungen stellt für Kommunen eine große Herausforderung dar, auf die sie oft nicht ausreichend vorbereitet sind. Das Projekt „Muslime als Partner in Baden-Württemberg“ will islambezogene Kompetenzen in Kommunen stärken und islamische Akteure bei der Einbindung in kommunale Kommunikationsprozesse unterstützen. Dr. Hussein Hamdan berichtet von seiner Arbeit als Islamberater. Er ist  ist Islamwissenschaftler und leitet momentan das Projekt „Muslime als Partner in Baden-Württemberg“ an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Projektpartner der Akademie sind die Robert Bosch Stiftung sowie die Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Stuttgarter Präventionsgespräche statt, einer Kooperation der Fach- und Beratungsstelle INSIDE OUT, des Team meX der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und des Evangelischen Bildungszentrums Hospitalhof.

Datum: 19.10.2016, 19:00-21:00
Ort: Hospitalhof Stuttgart
Eintritt: kostenlos
Anmeldung: nicht erforderlich

 

#6 „Ich bin stolz, Türke zu sein!“ – Ursachen und Formen von Ungleichwertigkeitsvorstellungen bei Migrationsjugendlichen

Jugendkulturen in der Einwanderungsgesellschaft können sich durch den (Rück-)Bezug auf nationale, religiöse oder ethnische Zugehörigkeiten konstituieren. Problematisch wird diese Zugehörigkeitskonstruktion dann, wenn durch den Einfluss sozialer und politischer Konflikte in den Herkunftsländern sich Jugendkulturen feindlich gegenüberstehen. Hinzu kommen zunehmende rechtsnationalistische, islamistische und rassistische Einstellungen hierzulande, die sich immer auf die Abwertung der „Anderen“ konzentrieren.

Fernab von jeglicher Kulturalisierung stellt Dr. Kemal Bozay aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über Ursachen sowie Formen von Nationalismus, Islamismus und Re-Ethnisierung von Jugendkulturen in Deutschland vor und bietet Handlungsoptionen für die pädagogische Praxis.

Datum: 13.07.2016, 19:00-21:00
Ort: Hospitalhof Stuttgart
Eintritt: kostenlos

#5 SALAFISMUSPRÄVENTION IN DER SCHULE

Wie kann man an Schulen Jugendliche über die Gefahren des Salafismus angemessen informieren? Der Verein ufuq.de aus Berlin bietet in Kooperation mit der Hamburger Hochschule für angewandte Wissenschaften Filme und Methoden für die pädagogische Praxis zu Islam, Islamfeindlichkeit, Islamismus und Demokratie. Götz Nordbruch und Jochen Müller von ufuq.de geben an diesem Abend Einblick in ihre Erfahrungen mit Salafismusprävention an Schulen.

Datum: 13.04.2016, 19:00-21:00
Ort: Hospitalhof Stuttgart
Eintritt: kostenlos
Anmeldung: nicht erforderlich

#4 DIE ANTIFA: STREITPOLITIK ZWISCHEN MYTHOS UND REALITÄT

Militanz spielt für die Selbstdarstellung der Antifa oft eine entscheidende Rolle. Ein differenzierter Umgang mit diesem vielschichtigen Begriff ist allerdings wichtig – auch für die pädagogische Praxis. Dr. Nils Schuhmacher forscht an der Hochschule Esslingen zu den Themen Protest und Protestbewegungen, Antifa-Szene sowie Rechtsextremismus.

Datum: 03.02.2016, 19:00-21:00
Ort: Hospitalhof Stuttgart
Eintritt: kostenlos
Anmeldung: nicht erforderlich

#3 FREI.WILD ODER: DIE RENAISSANCE DER HEIMATLIEBE.

Ein Vortrags- und Diskussionsabend um die Band Freiwild und ihre Fans zwischen Rock’n’Roll und Patriotismus, Freiheit und Faschismus, Glaube und Popkultur. Unser Referent, Klaus Farin, ist Publizist und Autor. Er ist einer der besten Kenner jugendlicher Subkulturen im deutschsprachigen Raum – unter anderem bekannt durch seine Veröffentlichungen über Skinheads, Punks und jugendliche Banden.

Datum: 21.10.2015, 19:00-21:00
Ort: Hospitalhof Stuttgart
Eintritt: kostenlos
Anmeldung: nicht erforderlich

#2 DAS ICH. DIE CLIQUE. DIE GESELLSCHAFT.

Hunderte vor allem junge Männer haben sich aus Deutschland aufgemacht, um für die islamistischen Terroristen des IS zu kämpfen. Wie wurden diese Menschen zu Radikalen? Wie können Angehörige und pädagogische Kräfte Radikalisierung erkennen? Und wie sollte man ihr entgegen treten? Diesen Fragen widmete sich die zweite Veranstaltung der Stuttgarter Präventionsgespräche.

Frau Dr. Pisoiu vom Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg ist eine profunde Kennerin der internationalen Radikalisierungsforschung. Sie diskutierte kritisch die theoretischen Ansätze, die sich mit Ursachen und Faktoren individueller Radikalisierungsprozesse auseinandersetzen und zeigte mögliche Lösungsansätze für bestehende Kontroversen zwischen den Theorien auf.

Datum: 15.07.2015, 19:00-21:00
Ort: Hospitalhof Stuttgart

#1 JUNG. RADIKAL. RELIGIÖS?

Was fasziniert Jugendliche in Deutschland an der neosalafistischen Ideologie? Warum schließen sich einige sogar dem „Islamischen Staat“ an und ziehen aktiv in den Krieg? Der Vortrag beleuchtete für die Adoleszenz typische Bedürfnislagen und Widersprüche und stellte die Frage, inwiefern Schwierigkeiten bei der Bewältigung zentraler Entwicklungsaufgaben des Jugendalters einen Erklärungsansatz für das Phänomen der religiösen Radikalisierung bieten können.

Der Referent Prof. Rainer Kilb Professur für Theorie und Praxis Sozialer Arbeit an der Hochschule Mannheim.

Termin: 29.04.2015
Ort: Hospitalhof Stuttgart